28 Bilder von Sabine Zgraggen an der Theologischen Fakultät in Graz

Nebst der zwei Kunstimpulse am Symposium, konnten die 28 Seelen- und Menschenbilder im Kunstgang der Theologischen Fakultät, welche über 800 Studenten zählt, präsentiert werden.

Ich entschied mich, die Fotos paarweise im Gegenüber aufzuhängen, so dass einem Foto an der linken Wand an der rechten Seite eines entgegenblickt.

Ausgehend von dem Portrait «der Riss», welches links an der Wand in der Mitte platziert wurde, und wo sich ein «blutiger Riss» senkrecht durch das Gesicht zieht, wurde rechtsseitig ein Christusbild mit einem horizontalen Riss als Antwort gehängt. Das Foto dieses «verletzten Christus» wurde in der Marienkirche zu Rostock aufgenommen, wo es unter diverser Wandschichten neu entdeckt und am Corpus derartig verletzt neu freigelegt wurde!

Es zeigte sich, dass nunmehr alle menschlichen Leiden, die an der linken Wand zusammenkamen, nicht unbeantwortet bleiben – während Christus auf der Seite des Lebens und der Hoffnung steht. Der Gang wird so zu einem Dialog-Feld, durch welches der Besucher schreitet, wenn er die Bibliothek aufsucht. Seine Gedanken werden Teil des universellen Dialoges mit der ewig gültigen Frage nach dem Warum allen Leidens.

Die Ausstellung kann bis Ende Oktober 2017 an der Uni Graz besichtigt werden.